Satzung für den Verein „Balu und Du“

Osnabrück, 31. August 2016

Präambel

Der Verein „Balu und Du“ vernetzt die verschiedenen Standorte des Projekts und dient als Basis für Erfahrungsaustausch, inhaltliche Absprachen und Fortentwicklung des Programms. Bei den in § 2 genannten Zielen liegt das besondere Augenmerk auf der Gewinnung und Unterstützung von Mentoren, die Kindern mit besonderem Förderungsbedarf ein Begleiter sein sollen. Durch den regelmäßigen Kontakt zwischen Mentoren und Kindern wird eine stabile soziale Beziehung aufgebaut, die es den Kindern ermöglicht, durch informelles Lernen Basis- und Alltagskompetenzen zu erwerben und zu vertiefen sowie brachliegende oder verborgene Begabungen zu entdecken und weiter zu entwickeln.
Die Ziele und Erfolge von „Balu und Du“ sollen bundesweit kommuniziert werden, um so die Erweiterung an neuen Standorten anzustoßen.

Die Arbeit des Vereins wird von interessierten natürlichen und juristischen Personen getragen.
Als Netzwerk bietet der Verein die Möglichkeit zum Austausch und zur Information über die Organisation und Durchführung der Tätigkeit an den verschiedenen Standorten und zur Unterstützung der Mentoren.

Die Arbeit mit den Kindern gründet sich auf dem ehrenamtlichen und/oder studienintegrierten Engagement der Mentoren. Um diese in ihrer Arbeit zu unterstützen und die wissenschaftliche Forschung voranzutreiben, wirbt der Verein Spenden und Projektmittel.

Der Verein unterstützt die Evaluation des Programms.
 
§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

(1)    Der Verein führt den Namen: „Balu und Du e.V.“ und ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Osnabrück eingetragen werden.
(2)    Der Verein hat seinen Sitz in Osnabrück. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck des Vereins

(1)    Der Verein verfolgt das Ziel, auf besondere Förderbedarfe von Kindern im außerschulischen Bereich zu reagieren.
(2)    Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht, indem Projekte initiiert, koordiniert und evaluiert werden, die
 
–    Informelles Lernen auf Mentorenbasis (ehrenamtlich und/oder studienintegriert) vermitteln;
–    der sozialen Integration von benachteiligten und gefährdeten Kindern dienen;
–    diesen Kindern Hilfen für den Erwerb von Basis- und Alltagskompetenzen vermitteln;
–    brachliegende oder verborgene Begabungen fördern;
–    Devianz im Jugendalter entgegenwirken (Prävention).

Einzelheiten der Durchführung werden durch projektinterne Qualitätsstandards geregelt.

§ 3 Gemeinnützigkeit

(1)    Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
(2)    Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie erhalten bei ihrem Ausscheiden aus dem Verein weder die eingezahlten Beiträge zurück, noch haben sie Anspruch auf das Vereinsvermögen. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

(1)    Mitglied des Vereins kann auf schriftlichen Antrag jede natürliche oder juristische Person werden, die den Zweck des Vereins zu unterstützen bereit ist.
(2)    Mitgliedschaften von Personen unter 18 Jahren bedürfen der Zustimmung der Erziehungsberechtigten.
(3)    Der Verein besteht aus:
a)    ordentlichen Mitgliedern, die sich der Vereinstätigkeit aktiv und kontinuierlich persönlich widmen und die sich so für die Erfüllung der Vereinszwecke einsetzen;
b)    Ehrenmitgliedern, die sich um den Vereinszweck in besonderem Maße verdient gemacht haben.
(4)    Die ordentlichen Mitglieder haben Stimmrecht, die Ehrenmitglieder beratende Stimme.

§ 5 Begründung und Beendigung  der Mitgliedschaft

(1)    Über den Antrag auf Aufnahme als ordentliches oder die Ernennung als Ehrenmitglied entscheidet der Vorstand durch schriftlichen Bescheid. Der Antrag kann ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden.
(2)    Die Mitgliedschaft endet
a)    durch den Tod des Mitglieds;
b)    bei Auflösung einer juristischen Person;
c)    durch schriftliche, an den Vorstand zu richtende, jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist mögliche  Austrittserklärung,
d)    durch Ausschluss.
(3)    Ein Mitglied kann von der Mitgliedschaft ausgeschlossen werden, wenn
•    trotz zweimaliger Mahnung kein Zahlungseingang des Mitgliedsbeitrags zu verzeichnen ist oder
•    ein grober Verstoß gegen die Vereinsinteressen festgestellt wurde.
Vor der Beschlussfassung über den Ausschluss ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, sich persönlich vor dem Vorstand oder schriftlich zu rechtfertigen. Der Beschluss über den Ausschluss ist schriftlich unter Angabe von Gründen dem Mitglied mittels eingeschriebenen Briefs bekanntzumachen.

§ 6 Mitgliedsbeiträge

Von den Mitgliedern werden in der Regel jährliche Mindestbeiträge erhoben. Höhe und Fälligkeit sowie Ausnahme werden in einer von der Mitgliederversammlung zu beschließenden Beitragsordnung festgelegt.

§ 7 Vereinsorgane

Organe des Vereins sind
a)    die Mitgliederversammlung und
b)    der Vorstand

§ 8 Mitglieder des Vorstands, Amtszeit, Vorsitz

(1)    Mitglieder des Vorstands sind

1.    die oder der Vorsitzende mit Vertretungsvollmacht im Sinne des § 26 BGB,
2.    die oder der stellvertretende Vorsitzende mit Vertretungsvollmacht im Sinne des § 26 BGB,
3.    ein weiteres Mitglied mit gleicher Stimmberechtigung im Vorstand aber ohne Vertretungsvollmacht im Sinne des § 26 BGB.

Ihre Amtszeit beträgt vier Jahre. Im Weiteren gilt § 11. Erneute Wahl ist möglich.

(2)    Scheidet ein Vorstandsmitglied während der Amtsperiode aus, so ist binnen eines Jahres eine Neubestellung  für die restliche Amtszeit nach Maßgabe des § 11 vorzunehmen. Bis zur Neubestellung kann ein Vorstandsmitglied durch den Restvorstand benannt werden.

§ 9  Aufgaben des Vorstands

(1)    Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, die nicht durch die Satzung der Mitgliederversammlung zugewiesen sind.
(2)    Er hat insbesondere folgende Aufgaben:
•    Realisierung des Vereinszwecks nach § 2;
•    Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung;
•    Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung nach § 11 (1);
•    Aufstellung des Haushaltsplans für jedes Geschäftsjahr; Buchführung; Erstellung des Jahresberichts;
•    Begründung und Beendigung von Arbeitsverhältnissen;
•    Beschlussfassung über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern;
•    Bestellung und Abberufung der Geschäftsführerin oder des Geschäftsführers.
(3)Vorstand im Sinne des §26 BGB sind der/die erste und der/die zweite Vorsitzende. Jeder von ihnen hat Einzelvertretungsbefugnis; die des/der zweiten Vorsitzenden wird jedoch im Innenverhältnis auf den Fall der Verhinderung des/der ersten Vorsitzenden beschränkt.

§ 10 Sitzungen; Beschlussfähigkeit des Vorstands

(1)    Der Vorstand tritt mindestens einmal jährlich zusammen.  Zu den Sitzungen lädt die oder der Vorsitzende mit einer Frist von zwei Wochen postalisch oder per e-Mail unter Beifügung einer Tagesordnung ein.
(2)    Die Sitzungen leitet die oder der Vorsitzende, bei deren oder dessen Verhinderung der Stellvertreter oder die Stellvertreterin.
(3)    Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Vorstandsmitglieder, darunter die oder der Vorsitzende oder deren oder dessen Stellvertretung  anwesend sind.
(4)    Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der Sitzungsleitung.
(5)    Ein Vorstandsbeschluss kann auch im Umlaufverfahren erfolgen, wenn alle Vorstandsmitglieder mit diesem Verfahren einverstanden sind.
(6)    Über die Sitzungen sind Protokolle zu fertigen, die von der Protokollführerin oder dem Protokollführer und der Sitzungsleitung zu unterzeichnen sind. Das Protokoll soll Ort und Zeit der Vorstandssitzung enthalten. Weiterhin sind die Namen der Anwesenden, die gefassten Beschlüsse im Wortlaut  und das Abstimmungsergebnis festzuhalten. Die Niederschriften sind allen Mitgliedern des Vorstandes unverzüglich zu übersenden.

§ 11 Aufgaben der Mitgliederversammlung

(1)     Die Mitgliederversammlung ist ausschließlich zuständig für
•    Genehmigung des vom Vorstand vorgelegten Haushaltsplanes für das nächste Geschäftsjahr, Entgegennahme des Jahres- bzw. Tätigkeitsberichts des Vorstands, Entlastung des Vorstands;
•    Beschlussfassung über die Beitragsordnung;
•    Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstands;
•    Wahl zweier Kassenprüfer oder Kassenprüferinnen, die nicht Mitglieder des Vereins sein müssen und die nicht dem Vorstand angehören dürfen,
•    Beschlussfassung über Änderungen der Satzung und über die Auflösung des Vereins
(2)     In der Mitgliederversammlung hat jedes anwesende Mitglied eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechts kann kein anderer bevollmächtigt werden.

§ 12 Sitzungen der Mitgliederversammlung

(1)    Mindestens einmal jährlich findet unter dem Vorsitz der oder des Vorsitzenden oder deren Stellvertretung eine ordentliche Mitgliederversammlung statt. Bei Wahlen kann die Leitung der Versammlung für die Dauer der Wahl einer Wahlleiterin oder einem Wahlleiter übertragen werden, der von der Mitgliederversammlung zu bestimmen ist.
Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand unter Beifügung der Tagesordnung mit einer Frist von vier Wochen postalisch oder per e-Mail einberufen. 
(2)    Das Datum des Einladungsschreibens und der Tag der Sitzung werden dabei nicht mitgerechnet.
(3)    Jedes Mitglied kann bis spätestens zwei Wochen vor einer Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich einen Antrag auf eine Änderung der Tagesordnung einreichen. Die Versammlungsleitung hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Änderungsanträge bekannt zugegeben. Über Anträge auf Änderung der Tagesordnung, die in der Mitgliederversammlung gestellt werden, beschließt die Versammlung. Zur Annahme dieser Anträge ist eine Mehrheit von 75% der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.
(4)    Der Vorstand kann jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Diese muss einberufen werden, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn die Einberufung von einem Zehntel der Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Vorstand verlangt wird.
(5)    Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Die Versammlungsleitung kann Gäste zulassen.
(6)    Über die Mitgliederversammlungen sind Protokolle zu fertigen, die von der Protokollführerin oder dem Protokollführer und der Versammlungsleitung zu unterzeichnen sind.

§ 13 Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung; Abstimmung, Wahlen

(1)    Die ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden stimmberechtigten Vereinsmitglieder beschlussfähig.
(2)    Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der von den stimmberechtigten Mitgliedern abgegebenen gültigen Stimmen, soweit diese Satzung nichts anderes bestimmt.
(3)    Zur Änderung der Satzung bedarf es einer Mehrheit von 75% der abgegebenen gültigen Stimmen.
(4)     Zur Änderung des Vereinszwecks (§ 2 der Satzung), zur Auflösung des Vereins sowie zur Änderung der Anfallberechtigung (§ 14 der Satzung) ist eine Mehrheit von 80% der abgegebenen gültigen Stimmen - mindestens jedoch 75% aller stimmberechtigten Mitglieder erforderlich.
(5)    Die Art der Abstimmung wird vom Versammlungsleiter bestimmt. Die Abstimmung muss geheim erfolgen, wenn ein Drittel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder dies beantragt.
(6)    Bei den Wahlen zu den Vorstandsämtern ist die einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen entscheidend. Bei gleicher Stimmenanzahl ist ein zweiter Wahlgang, ggf. sind auch  weitere Wahlgänge erforderlich.
(7)    § 10 Absatz 6 gilt entsprechend, mit der Maßgabe, dass von der Versammlungsleitung eine Protokollführerin oder ein Protokollführer bestimmt wird. Zur Protokollführerin oder zum Protokollführer kann auch ein Nichtmitglied bestimmt werden.

§ 14 Auflösung des Vereins und Anfallberechtigung

(1)    Die Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung, beschlossen werden.
(2)    Sofern die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind die oder der Vorsitzende und die oder der stellvertretende Vorsitzende gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren. Rechte und Pflichten der Liquidatoren bestimmen sich im Übrigen nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (§§ 47 ff BGB).
(3)    Im Falle der Auflösung oder der Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den DiCV Köln, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke  zu verwenden hat.

Die vorstehende Satzung wurde auf der Mitgliederversammlung am 31.8.2016 beschlossen.